EFOMP: Advancing SGRT through Clinical Collaboration
Einblicke aus dem LUNA 3D-Klinikpartnertreffen von LAP
Aufbau eines klinischen SGRT-Netzwerks
Als LAP LUNA 3D einführte und das System 2024 die CE-Kennzeichnung erhielt, bestand unser Ziel nicht nur darin, ein neues SGRT-System auf den Markt zu bringen, sondern eine Lösung zu entwickeln, die von der klinischen Realität geprägt ist. Dieser Anspruch spiegelt sich in unserem Leitgedanken „The New More in SGRT“ wider. Von Anfang an spielte der Input klinischer Expertinnen und Experten eine zentrale Rolle bei der Definition des LUNA 3D Systems. Nur zwei Jahre später sind weltweit mehr als 100 Installationen im Einsatz. Die Zusammenarbeit mit klinischen Anwenderinnen und Anwendern ist zur treibenden Kraft unseres Ansatzes geworden. Ein globales Netzwerk engagierter klinischer Partner liefert kontinuierlich Feedback aus dem täglichen Einsatz von LUNA 3D und stellt so sicher, dass unsere Entwicklungsarbeit stets die klinischen Anforderungen der modernen Strahlentherapie widerspiegelt.
Erkenntnisse aus der klinischen Praxis
Im April 2026 veranstalteten wir unser LUNA 3D Clinical Partner Meeting in Valencia. Expertinnen und Experten aus Universitätskliniken und privaten Strahlentherapiezentren aus Belgien, Deutschland und Frankreich kamen zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam mit LAP über zukünftige Entwicklungen in der SGRT zu diskutieren.
Die Teilnehmenden repräsentierten unterschiedliche Phasen der LUNA 3D Erfahrung: Einige gehören zu den frühen Anwenderinnen und Anwendern von LUNA 3D und kennen das System bereits seit der Entwicklungsphase, während andere erst vor Kurzem mit dem klinischen Einsatz begonnen haben. Diese Vielfalt ermöglichte eine ausgewogene Diskussion, die sowohl die erste Implementierung als auch die langfristige Optimierung abdeckte.
Klinischer Einfluss von LUNA 3D
Klinische Partner berichteten von klaren Vorteilen im täglichen Einsatz, darunter effizientere Patientenpositionierungen und ein höheres Vertrauen in die Lagerungsgenauigkeit. Einige Zentren stellten außerdem eine Reduzierung wiederholter CBCT-Scans fest, was potenziell zu einer geringeren Bildgebungsdosis führen kann.
Bei komplexen Behandlungen wurde SGRT als zusätzliche Sicherheit beschrieben, insbesondere bei großen Bestrahlungsfeldern oder Multi-Isocenter-Setups, bei denen eine präzise Ausrichtung vor der Bestrahlung entscheidend ist. In diesem Kontext kann die Oberflächenführung eine zusätzliche Informationsebene bieten, um die klinische Entscheidungsfindung zu unterstützen.
Ein weiterer von Anwenderinnen und Anwendern hervorgehobener Aspekt war die Möglichkeit, ohne Hautmarkierungen oder Tätowierungen zu arbeiten. Mehrere Zentren haben markerlose Workflows implementiert, die den Patientenkomfort erhöhen und gleichzeitig klinische Prozesse vereinfachen können. Dies kann besonders in sensiblen Fällen wie pädiatrischen Behandlungen relevant sein, bei denen die Reduzierung körperlicher und emotionaler Belastungen eine wichtige Rolle spielt.
Über diese Anwendungsfälle hinweg verwies das Feedback der Anwenderinnen und Anwender immer wieder auf die intuitive und optimierte Nutzung von LUNA 3D. RTTs betonten, dass das System ihre tägliche Arbeit durch effiziente und benutzerfreundliche Workflows unterstützt – ganz im Sinne des Leitprinzips, dass LUNA 3D „as easy as a laser“ konzipiert ist.
Zusammenarbeit gestaltet die Zukunft
Neben dem Austausch mit LAP war einer der wertvollsten Aspekte des Meetings die direkte Interaktion zwischen den Kliniken. Die Teilnehmenden teilten offen ihre Erfahrungen, diskutierten Herausforderungen und tauschten praktische Lösungsansätze aus. Dadurch entstand ein starkes Gefühl gegenseitiger Unterstützung.
Wir sprachen außerdem darüber, wie es mit LUNA 3D weitergeht, darunter das bevorstehende Update mit bedeutenden neuen Funktionen sowie Entwicklungen wie die oberflächengeführte In-vivo-Dosimetrie, deren Einführung in naher Zukunft geplant ist.
Die zentrale Erkenntnis aus Valencia ist klar: Fortschritt in der SGRT wird nicht allein durch Technologie vorangetrieben, sondern durch enge Zusammenarbeit mit klinischen Expertinnen und Experten und einen starken Fokus auf die Anwendung in der klinischen Realität.
Autor
Jens Gauthier ist Executive Managing Director Healthcare bei LAP.
Er ist seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig und hat zu dessen Entwicklung zu einem globalen Technologieführer beigetragen.
Sein Fokus liegt auf der Weiterentwicklung innovativer medizinischer Lösungen, die Präzision und Sicherheit in der Strahlentherapie verbessern und gleichzeitig eine patientenzentrierte Versorgung unterstützen.

